Satzung | wohnprojekt-horizonte

Satzung

§ 1      Name, Sitz, Geschäftsjahr

1.1 Der Verein trägt den Namen „Wohnprojekt  Horizonte“  und nach       Eintragung in das Vereinsregister, den Zusatz `“e.V.“ – Verein für selbst bestimmtes und gemeinschaftliches Wohnen im Alter. Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden.
1.2. Der Sitz des Vereins ist Wiesbaden, Hessen.
1.3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

 § 2      Aufgaben, Ziele und Zweck

2.1. Zweck des Vereins ist die Förderung von Lebens- und Wohnformen im Alter. Der Satzungszweck wird insbesondere durch folgende Aktivitäten erreicht:
2.2. Der Verein initiiert ein Wohnprojekt und begleitet andere Wohnprojekte bei der Planung, Organisation und Realisierung alternativer Wohnformen im Alter.
2.3. Dabei sollen vor allem Wohnformen erprobt werden, die ein selbst bestimmtes und zugleich gemeinschaftliches Leben ermöglichen. Zielsetzung ist es, der Vereinsamung alter Menschen entgegen zu wirken, ihnen möglichst lange den Aufenthalt in einem Heim zu ersparen und sie nicht von Ihren Angehörigen abhängig werden zu lassen.

Diese Wohnmöglichkeiten sollen für Menschen aller sozialen Schichtenzugänglich sein. Das Miteinander kulturell unterschiedlicher Prägungen ist erwünscht. Der Verein will die Bewohnerinnen und Bewohner von Projekten darin unterstützen, ihren Interessen entsprechend aktiv am  gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und religiösen Leben teilzunehmen und sie anregen, ihre Kompetenzen für die Gemeinschaft einzubringen und sich wechselseitig zu unterstützen.

2.4. Ebenso ist die Vernetzung mit dem Quartier, in dem das Wohnprojektangesiedelt ist, erwünscht. Durch kulturelle und soziale Angebote soll sich das Wohnprojekt zum Stadtteil hin öffnen.
2.5. Das Wohnprojekt muss seniorengerecht und möglichst ökologisch vertretbar realisiert werden.
2.6. Es ist auch Aufgabe des Vereins durch Beratung und Öffentlichkeitsarbeitandere Menschen anzuregen, sich rechtzeitig mit der Frage des Wohnens im Alter zu befassen und politische Entscheidungsträger und Gremien für dieses Problem zu sensibilisieren.
2.7. Weiteres bestimmt die Konzeption, die von der Projektversammlung zu beschließen ist.

 

 

 § 3      Mitgliedschaft

3.1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche und/oder juristische Person werden, die die Ziele des Vereins unterstützt.
3.2. Über die Aufnahme in den Verein entscheidet der Vorstand. Die Aufnahme darf nur abgelehnt werden, wenn begründeter Anlass zu der Vermutung besteht, dass der/die Antragsteller/in die in § 4 dieser Satzung bezeichneten Pflichten der Mitglieder voraussichtlich nicht oder nicht in vollem Umfang erfüllt. Aufnahmeanträge sind in schriftlicher Form an den Vorstand zu richten. Die Mitgliedschaft beginnt mit der schriftlichen Bestätigung durch den Vorstand.
3.3. Die Mitgliedschaft im Verein ist Voraussetzung für das Wohnen im           Wohnprojekt.
3.4. Mit dem Austritt oder dem Ausschluss aus dem Verein erlischt der Anspruch, im Projekt zu wohnen.
3.5. Die Mitgliedschaft wird beendet durch eine schriftliche Austrittserklärung an den Vorstand, durch Ausschluss oder durch Tod. Eine Austrittserklärung ist nur zum Ende des Kalenderjahres zulässig. Über den Ausschluss eines Mitgliedes entscheidet der Vorstand. Vor dem Ausschluss hat das Mitglied das Recht zu einer persönlichen oder schriftlichen Stellungnahme. Die Entscheidung des Vorstandes über den Ausschluss erfolgt in Schriftform und muss begründet werden. Innerhalb einer Frist von einem Monat kann der Ausgeschlossene schriftlich Berufung beim Vorstand einlegen. Über die Berufung entscheidet die Mitgliederversammlung.
3.6. Gründe für den Ausschluss sind: vereinsschädigendes Verhalten, Verstoßgegen Aufgaben, Ziele und Zwecke des Vereins und gegen die Pflichten der Mitglieder, sowie Beitragsrückstände von mehr als einem Jahr.

 

 § 4     Pflichten der Mitglieder      

4.1. Die Mitglieder müssen die ideellen Vereinsziele unterstützen.
4.2. Die Mitglieder verpflichten sich darüber hinaus sich an der Wahrnehmung der Aufgaben des Vereins zu beteiligen.
4.3. Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben.
4.4. Die Beiträge sind fristgemäß zu entrichten. Näheres regelt die Beitragsordnung, die von der Mitgliederversammlung zu beschließen ist.

 

 § 5    Organe des Vereins

a.) die Mitgliederversammlung
b.) der Vorstand
c.) das Wohnprojekt (die Mietergemeinschaft des Projektes)

 

 § 6    Mitgliederversammlung

6.1. Die Mitgliederversammlung findet nach Bedarf statt, jedoch mindestens einmal jährlich. Stimmberechtigt sind alle anwesenden Mitglieder.
6.2. Der Vorstand hat unverzüglich eine Mitgliederversammlung einzuberufen,wenn das Vereinsinteresse es erfordert oder wenn mindestens 25% der Mitglieder die Einberufung schriftlich und unter Angabe des Zweckes und der Gründe fordern.
6.3. Der Vorstand muss spätestens 14 Tage vorher mit Tagesordnung schriftlich einladen. Die Einladung erfolgt per Brief oder auf elektronischem Wege. Erfolgt die Einladung auf elektronischem Wege ist sie auch ohne Unterschrift gültig.
6.4. Zu den Aufgaben der jährlichen Mitgliederversammlung gehören:die Wahl des Vorstandes (gegebenenfalls, nach Turnus)

  • die Wahl der Revisoren
  • Entgegennahme des Rechenschaftsberichtes des Vorstandes
  • Entgegennahme des Revisionsberichtes
  • Entlastung des Vorstandes und der Revisoren
  • Genehmigung des Rechenschaftsberichtes
  • Berichte über Aktivitäten aus dem Wohnprojekt
  • die Festlegung der Höhe der Mitgliedsbeiträge
  • Satzungsänderungen und Vereinsauflösung
  • die Behandlung des Widerspruchs eines Mitgliedes gegen seinen Ausschluss
  • Berufung von Ausschüssen, bzw. Arbeitskreisen
6.5. Anträge an die Mitgliederversammlung sind in schriftlicher Form spätestens eine Woche vor dem Versammlungstermin beim Vorstand einzureichen. Über die Anträge wird mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder beschlossen.
Ausnahme: Anträge auf Satzungsänderungen sind spätestens 4 Wochen vor der Versammlung beim Vorstand einzureichen. Der bisherige und der neue Wortlaut muss mit der Tagesordnung allen Mitgliedern zugesandt werden.
6.6. Satzungsänderungen und Beschlüsse zur Auflösung des Vereins erfordern eine 75%ige Mehrheit der anwesenden Mitglieder.
6.7. Von den Beschlüssen der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu erstellen, das vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen ist.
6.8. Wird das Protokoll auf elektronischem Wege verschickt, ist es auch ohne  Unterschrift gültig.
6.9. Zu einer Mitgliederversammlung ist eine Teilnehmerliste zu führen und dem Protokoll hinzuzufügen.

 

 

 §7     Der Vorstand

7.1. Der Verein wird durch den Vorstand nach außen vertreten. Er leitet den Verein und führt die Beschlüsse der Mitgliederversammlung aus.

Den Vorstand bilden:

der/die 1. Vorsitzende,
2 gleichberechtigte Stellvertreter/innen,
der/die Schatzmeister/in,
der/die Schriftführer/in.

7.2. Zur Vertretung des Vereins nach außen sind zwei Vorstandsmitgliedergem. § 26 BGB berechtigt.
7.3. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zweiJahren gewählt. Er bleibt bis zur satzungsgemäßen Neuwahl des Vorstandes im Amt.
7.4. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes vor Ablauf seiner Amtszeit aus, ist der verbleibende Vorstand berechtigt, für den Rest der Amtszeit ein neues Vorstandsmitglied hinzu zu wählen, welches das Amt kommissarisch weiterführt (Recht auf Selbstergänzung).

 

 § 8    Das Wohnprojekt

8.1. Die Mietergemeinschaft bildet das Wohnprojekt.
8.2. Das Zusammenleben regelt die Wohnprojektordnung, die von der Projektversammlung zu beschließen ist.

 

 §9    Rechnungsprüfung

9.1. Die Rechnungen des Rechnungsjahres werden jeweils von zwei aus derMitgliederversammlung zu wählenden Revisoren geprüft. Diese dürfen nicht dem Vorstand angehören. Dabei werden die zweckgebundene Verwendung und die ordnungsgemäße Belegbarkeit der Vereinsmittel geprüft.
9.2. Der Prüfungsbericht ist der ordentlichen Mitgliederversammlung zur Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstandes vorzulegen.

 

 §10   Auflösung des Vereins

10.1 Der Verein kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöstwerden, soweit diese Mitgliederversammlung eigens zu diesem Zwecke einberufen worden ist.
10.2 Zur Auflösung des Vereins ist die Mehrheit von 75% der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.
10.3 Die Liquidation erfolgt durch den zum Zeitpunkt amtierenden Vorsitzenden oder einem der gleichberechtigten Stellvertreter.
10.4 Die Mitgliederversammlung entscheidet bei Auflösung des Vereins über die Verwendung des bestehenden Vereinsvermögens.

 

 § 11 Inkrafttreten

Diese Satzung tritt am Tage der  Beschlussfassung durch die Mitglieder-    versammlung in Kraft.

 

 § 12 Gerichtsstand

12.1 Der Gerichtsstand für alle Streitigkeiten zwischen dem Verein undMitgliedern, auch nach deren Ausscheiden aus dem Verein, ist Wiesbaden.
12.2 Gleiches gilt für alle übrigen gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen Dritten und dem Verein.

 

 § 13 Ermächtigung des Vorstands

Der Vorstand wird ermächtigt, Änderungen der vorstehenden Satzung, die für die erstmalige Eintragung in das Vereinsregister erforderlich sind, zu beschließen.

 

 

Wiesbaden, 13. November 2014