Historie | wohnprojekt-horizonte

Historie

Im März treffen sich die beiden Initiatorinnen des Wohnprojektes, Heidi Diemer und Heidrun Groeger zum ersten Brainstorming und verschriftlichen die konzeptionellen Grundideen zum gemeinschaftlichen Wohnen.

Schnell wird klar, dass es ein Wohnprojekt für Menschen ab der Lebensmitte und zur Miete werden soll.

Es werden Kontakte zum Runden Tisch für Wohninitiativen in Wiesbaden geknüpft und erste Gespräche mit Wiesbadener Wohnbaugesellschaften geführt und am 27. Juni 2013 findet ein erstes Gruppentreffen statt, es kommen 13 interessierte Personen, es werden monatliche Folgetermine vereinbart, bei denen gemeinsam am Konzept gearbeitet werden soll.

Über die Verbindungen der beiden Initiatorinnen zum Volksbildungswerk Klarenthal können kostenlos Räume zu den gemeinsamen Treffen genutzt werden, ebenso erscheint regelmäßig eine Information über das Projekt im Programmheft des VBW Klarenthal.

In dieser Zeit gibt es eine hohe Fluktuation, einige verabschieden sich, neue Interessierte stoßen dazu, insbesondere nachdem das Projekt über die Presse vorgestellt wurde.

Es werden bereits existierende Wohnprojekte zum Erfahrungsaustausch besucht und interessante Anregungen eingeholt.

Die Gruppe beschließt, sich „Wohnprojekt Horizonte“ zu nennen, erste interaktive Treffen finden statt, z.B. beim Wiesbadener Weinfest.

Beim Runden Tisch für Wohninitiativen in Wiesbaden ist das Projekt mittlerweile fest integriert.

Zielsetzungen für 2014 sind die Gründung eines Vereins, Fertigstellung des Konzeptes, Kontakte zu Wiesbadener Funktionsträgern zu knüpfen und das gemeinsame Miteinander weiter zu entwickeln.

Im Januar 2014 beteiligen wir uns mit einem Infostand an der Ausstellung im Rathaus, bei der es nicht nur um Wiesbadener Wohnprojekte geht und ebenfalls ab  Januar übernimmt Heidi Diemer die regelmäßige Moderation des Runden Tisches in Wiesbaden.

Durch die Ausstellung im Rathaus stoßen weitere Interessierte zu uns.

Im März 2014 haben wir ein erstes Konzeptwochenende, wir hatten festgestellt, dass die monatlichen Treffen zur Bearbeitung nicht ausreichend sind. Diese Konzepttage werden in der Folgezeit regelmäßig 3 – 4mal im Jahr durchgeführt.

Ab Juni wird ein regelmäßiger monatlicher Stammtisch eingeführt. Außerdem wird die Aktion „Einer für alle“ konzipiert, bei der jedes Mitglied für alle anderen eine Aktivität anbietet, die seinem Talent/Hobby entspricht.

Es kommen immer wieder neue Interessenten dazu, andere verabschieden sich vom Projekt aus den unterschiedlichsten Gründen.

Am  13.11.2014 findet die konstituierende Sitzung zur Gründung des Vereins statt, eine Woche später erhalten wir die Nachricht, dass die Vereinsgründung beim Amtsgericht eingetragen ist.

Ein arbeitsreiches Jahr geht zu Ende und die Gruppe ist stolz auf das disziplinierte Arbeiten am Konzept und auf das sich entwickelnde Gruppengefühl.

Zielsetzung für 2015 ist es, ein konkretes Objekt zu bekommen, eine Internetseite zu gestalten, sich weiter mit dem Runden Tisch zu vernetzen.
Am 26. Mai 2015  findet das entscheidende Gespräch mit der Wohnbaugesellschaft  statt. Es wird ein Haus angeboten, das diesmal  perfekt auf unser Anforderungsprofil zugeschnitten ist! 14 Wohneinheiten insgesamt, davon 12 WE mit 47 -51 m² und 2 WE mit 80-85 m², dazu die Möglichkeit, Gewerberäume direkt im Haus anzumieten und der Mietpreis der Wohnungen liegt auch innerhalb unserer Vorstellungen. Baubeginn soll ab Frühjahr 2016 sein, Einzug Ende 2017.

Ab Herbst 2015 sind wir mit unserer Website: www.wohnprojekt-horizonte.deonline und sehr stolz darauf, da wir dies selbstständiggeschafft haben und dazu Seminare des Bürgerkollegs Wiesbaden besucht haben!

Noch Ende 2015 erhielten wir die Nachricht, dass sich der Baubeginn um ca. ein halbes Jahr verzögern würde, da man über den Winter 2015/16 die eigentlich zum Abriss bestimmten Gebäude stehen lassen müsse, da dort Flüchtlinge untergebracht werden sollten. Selbstverständlich konnten wir dies nachvollziehen, zumal einige Mitglieder sich auch in der Arbeit mit Flüchtlingen engagieren.

Auch in 2015 gab es eine Fluktuation bei den Mitgliedern des Vereins, 3 Mitglieder traten aus dem Verein aus, neue Mitglieder traten ein. Da die Fluktuation der MitstreiterInnen sich durch alle Jahre hindurch zog, sind wirguten Mutes, dass wir bis zum Einzug alle 14 Wohnungen vergeben haben.

Zu Beginn des Jahres 2016wurde die Idee eingebracht, einen Freundschaftsbaum im Friedwald, zwecks Urnenbestattung zu erwerben. Die Idee kam sehr gut an, es haben sich bisher 10 Mitglieder des Vereins einen Bestattungsplatz am Baum „eingekauft“, die restlichen 2 Plätze können also noch an zukünftige Mitglieder des Wohnprojektes Horizonte vergeben werden! Wir fanden die Idee nicht nur gemeinsam zu wohnen, sondern später auch gemeinsam bestattet zu sein, sehr verbindend.

Im Oktober erhielten wir von der GWW die Nachricht, dass der voraussichtliche Einzugstermin der 1. Juni 2018 sein wird, der Abriss der noch bestehenden Häuser ist mittlerweile vollzogen und Start für den Baubeginn ist der 1.12.2016.

Für das Jahr 2017 ergaben sich schon sehr konkrete Einzugs- und Gestaltungsplanungen, es wurden Spenden zur Einrichtung der Gemeinschaftsräume beantragt. Wir haben uns mit den Institutionen des Stadtteils vernetzt. Außerdem haben wir die Gemeinnützigkeit beantragt und auch ab 2018 erhalten.

Zur Zeit wird alles für den Einzug vorbereitet, eine letzte Werbeaktion brachte uns weitere Mitziehende, zur Zeit sind 13 Wohnungen vergeben, wir hoffen sehr auch die letzte noch vergeben zu können.

Unser Ziel ist in greifbarer Nähe und wir sind alle sehr stolz und glücklich ab 01.06.2018 in unser gemeinschaftliches Wohnprojekt einzuziehen!

Heidi Diemer
03.04.2018